Andy
Als Kind war ich nie eine, die gerne beim Schulsport mitgemacht hat. Zehn Jahre Tennis waren für mich eher Pflicht als Leidenschaft und auch der kurze Versuch, Spaß am Taekwondo-Unterricht zu bekommen, blieb vergeblich. Nachdem ich zum Studieren ausgezogen war, versuchte ich mich noch diverse Male beim Unisport und im Fitnessstudio, beides ziemlich erfolglos.
Was mich seit meiner frühen Jugend aber wirklich gepackt hat, war Musik, vor allem Metalcore und Hardcore. Mit 15 war ich auf meinem ersten Metal Konzert und ab 17 war ich regelmäßig auf dem With Full Force und vielen weiteren Festivals. Für mich ist die Musik und Subkultur mit ihrer Leidenschaft und Ästhetik ein wichtiger Teil meines Lebens geworden und begleitet mich bis heute.
Irgendwo in meinen späten 20ern fand ich mit dem Laufen endlich eine Sportart, die zu mir passte und etwas intensives, mit einem echten Charakter war. Zum Ersten Mal wollte ich eine Sportart nicht direkt wieder aufhören, sondern besser werden. Erste Halbmarathons, Marathons, Ultras und Trailruns haben mir gezeigt, dass mehr möglich ist, als ich lange gedacht habe.
Mit HAVE HOPE möchte ich beides verbinden: die Leidenschaft für diese Subkultur mit ihrer Ästhetik und den Laufsport, der mich immer wieder über meine Grenzen herauswachsen lässt.
Moritz
Als klassisches Fußballkind der 90er-Jahre fand ich mich Anfang der 2000er plötzlich zwischen Skateboarding, Jackass und Viva La Bam wieder. Mein Herz schlug auf einmal für Heartagram-Element-Decks, Emocore, analoge Camcorder-Parts und Dosenbier – für meinen kleinen persönlichen American Dream. Genau an diesem Punkt nahm ich zum ersten Mal diese besondere Magie zwischen Subkultur, Sport und kreativem Ausdruck wahr.
Mich prägte vor allem dieses Grenzüberschreitende daran: die Mischung aus totaler sportlicher Verausgabung, kreativer Wut und dem Wunsch, sich über Bewegung, gepaart mit dieser besonderen Ästhetik, von der Außenwelt abzugrenzen. Ich begann damals, eigene Skateboard-Decks in genau diesem Stil zu entwerfen. Diese Welt aus Musik, Design, DIY-Kultur und sportlicher Grenzerfahrung hat mich tief geprägt und nie wirklich losgelassen.
Auch wenn mein Weg danach für fast ein Jahrzehnt kurz ins Berliner Nachtleben abbog, fand ich mich 2018 wieder an dem Punkt, genau dieses Gefühl erneut spüren zu wollen, diesmal jedoch nicht mehr auf vier Rollen, sondern auf zwei Beinen.
Wie bei vielen Menschen im Laufsport, begann auch meine Reise irgendwo zwischen ersten 5-Kilometer-Läufen und klassischen „Run & Walk“-Momenten. Doch die Jahre vergingen, die Distanzen wurden länger und irgendwann stand ich bei einem 50-Kilometer-Ultratrail. Und plötzlich war dieses Gefühl wieder da: diese totale Verausgabung, diese Klarheit, diese Energie, die ich Jahre zuvor bereits in der Skate- und Subkultur gespürt hatte.
Genau aus dieser inneren Sehnsucht heraus, die ich über viele Jahre in mir getragen habe, ist die HAVE HOPE ATHLETIC COMPANY entstanden.
Eine Marke, die genau diese Welten miteinander verbindet: Laufen, Ausdauer und Performance auf der einen Seite, Subkultur, Ästhetik, Kreativität und rohe Energie auf der anderen. Die HAVE HOPE ATHLETIC COMPANY ist der Versuch, genau dieses Gefühl sichtbar zu machen und mit der Welt zu teilen, ein Gefühl, das mich und viele Andere seit ihrer Jugend begleitet.